Ernährung

Das Thema Ernährung ist in letzter Zeit um eine Facette reicher geworden. Denn mittlerweile leiden mehr Menschen an Übergewicht als an Unterernährung. Die Gefahren einer solchen Fehlernährung als Form der Mangelernährung erhalten ver-stärkte Aufmerksamkeit in der Öffentlich¬keit und rücken auch zunehmend in den Fokus von zuständigen Behörden und Produzenten.

Bühlers Know-how geht weit über den eigentlichen Herstellungsprozess hinaus: Unsere Lösungen zielen darauf ab, eine wachsende Weltbevölkerung nachhaltig zu ernähren und dabei sowohl den Er¬nährungsbedürfnissen als auch dem Genuss Rechnung zu tragen.

Hunger, der Mangel an Spurenelementen und Übergewicht sind die wichtigsten Herausforderungen der Ernährung. Geschätzte 840 Millionen Menschen leiden Hunger, und ein Drittel der Bevölkerung in den Entwicklungsstaaten unter einem Mangel an Spurenelementen. Gleichzeitig bleibt Übergewicht ein Hauptproblem für die industrialisierten Nationen und wird auch für die Entwicklungsländer zunehmend ein Problem. Die Herausforderung wird noch weiter verschärft durch die sich abzeichnende Proteinlücke. Die Berechnungen von Bühler zeigen, dass wir zur Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung bis zum Jahr 2050 rund 265 Millionen Tonnen Eiweiss zusätzlich benötigen: eine Zunahme von rund 50%.

Hülsenfrüchte = nährstoffreiche Alternative mit dem Potenzial, die Proteinlücke zu schliessen


Hülsenfrüchte sind glutenfrei, sättigend und reich an Eiweissen, Ballaststoffen und Spurenelementen. Erbsen, Bohnen und Linsen können zu eiweissreichen Mehlen, Teigwaren, Snacks und sogar Fleischersatzprodukten verarbeitet werden. Eine weitere vielversprechende Anwendung sind Teigwaren aus Getreide und Hülsenfrüchten: Diese besondere Kombination von Rohprodukten enthält eine optimale Menge an essenziellen Aminosäuren. Bühler bietet weltweit Anwendungszentren an, wo wir eng mit unseren Kunden neue Produkte entwicklen, mit einem starken Fokus auf der Verbesserung des Ernährungsprofils.

Mittel- und kurzfristig ist der Einsatz von neuen Rohmaterialien, die weniger Anbauflächen verbrauchen, unvermeidbar. Besonders Insekten und Algen sind hervorragende und hochwertige Eiweissquellen. Deshalb arbeitet Bühler an der industriellen Nutzung des Potenzials dieser alternativen Proteinquellen für die Lebens- und Futtermittelherstellung.

“Im Jahr 2050 benötigen wir zusätzlich 265 Millionen Tonnen Protein um die Weltbevölkerung zu ernähren. Lösungen von Bühler leisten hier einen wichtigen Beitrag.” 

Nadina Müller, Head Nutrition bei Bühler

Getreide, Lebensmittelunverträglichkeiten und Lifestyle-Trends

Zusammen mit Reis und Mais gilt Weizen als eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Er leistet einen wesentlichen Beitrag zur Ernährung der stetig wachsenden Weltbevölkerung. In vielen Kulturen ist Weizen ein zentraler Bestandteil jedes Speisezettels. Wir sind überzeugt, dass dies so bleiben wird. Gleichzeitig werden unsere Essgewohnheiten vermehrt durch echte und vermeintliche Unverträglichkeiten und Lifestyle-Trends beeinflusst. Ausserdem sind die gesundheitlichen Vorteile verarbeiteter Getreidearten in den letzten Jahren durch Konsumenten zunehmend in Frage gestellt worden. Das eröffnet uns Chancen bei anderen Getreidearten wie Hafer, Hirse und Quinoa. Bühler unterstützt die getreideverarbeitende Industrie bei der Nutzung neuer Chancen in diesem dynamischen Marktumfeld.

Unabhängig vom Rohprodukt kann Bühler mit praktisch jeder Getreideart qualitativ hochstehende Verarbeitungsresultate erzielen: von Weizen über Dinkel, Roggen, Gerste, Hafer, Reis, Mais und Hirse bis hin zu Pseudocerealien wie Quinoa, Amarant und Buchweizen sowie Ölsaaten wie Soja, Chia und Sonnenblumen. Jedes Rohprodukt hat jedoch seine eigenen spezifischen Eigenheiten, weshalb die Verarbeitungsprozesse angepasst werden müssen. Bei Quinoa, Hafer oder Hirse stellt beispielsweise der hohe Fettgehalt eine Herausforderung dar. Um ihn zu verringern wird zum Beispiel Hirse zusätzlich in einer Schleifmaschine behandelt. Unsere neue Vertikalschleifmaschine Osiris, die anlässlich der Bühler Networking Days 2016 lanciert wurde, erzielt dies auf besonders hygienische und effiziente Art.

Wir sind überzeugt, dass mit nährstoffreicheren Lebensmitteln die wachsende Weltbevölkerung ernährt werden kann. Entlang der Wertschöpfungskette zwischen Feld und Teller durchläuft ein Grossteil des Getreides unsere Lösungen. Deshalb sind wir überzeugt, dass wir bei diesem Ziel eine wichtige Rolle spielen können und müssen.